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Rennradreifen

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Für den Rennradeinsatz auf glatten Straßen sind schmale, kaum profilierte Reifen zwischen 23 -28 mm Breite und sehr hoher Luftdruck ideal. Die schmalen schlanken Rennradreifen sind leicht und dank des hohen Luftdrucks sehr schnell und direkt. Gewicht sparen Reifenmodelle in der Faltversion. Rennradreifen, die Tubeless – also ohne Schlauch - gefahren werden und ganz besonders die speziellen Schlauchreifen rollen noch einmal leichter bei gleichzeitig höherem Fahrkomfort. Lange Zeit galten die 23 mm breiten Reifen der Rennradprofis als das Optimum für jeden ambitionierten Rennradfan. Für viele Rennradfahrer haben sich mittlerweile 25 mm Breite als der beste Kompromiss zwischen Geschwindigkeit, Effizienz und der nötigen Portion Komfort auf der Straße etabliert. Wer häufiger auf schlechten Straßenbelägen unterwegs ist, sollte auch bis zu 28mm „breite“ Rennradreifen ausprobieren.

Rennradreifen – das günstigste Upgrade

Wenn du auf dem Rennrad unterwegs bist, hast du nur über zwei winzige Punkte Kontakt zum Untergrund. Dementsprechend steht und fällt die Art, wie sich dein Rad anfühlt, mit der Wahl des Reifens. Hier gilt es Rollwiderstand, Traktion, Gewicht, Pannensicherheit und nicht zuletzt den Preis gegeneinander abzuwägen. Grundsätzlich sind Reifen aber das beste Upgrade, das du dir und deinem Rennrad gönnen kannst. Sie sind nicht nur vergleichsweise günstig, sondern im Vergleich zu vielen anderen Tuning-Teilen auch besonders einfach zu montieren. Also ran ans Gummi!

Clincher, tubeless oder Schlauchreifen?

Die erste Entscheidung, die du bei der Reifenwahl treffen musst, ist der Reifentyp. Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Systeme:

  • Clincher: Die gängigste Form des Reifens ist der sogenannte Clincher. Das ist der Reifen, den du von anderen Fahrrädern kennst. Er wird mit einem Schlauch kombiniert, der die Luft enthält. Seine Vorteile liegen im niedrigen Preis, der unkomplizierten Installation und Reparatur sowie der breiten Auswahl und Kompatibilität.
  • Tubeless: Schlauchlose Systeme sind immer weiter auf dem Vormarsch. Sie erfordern neben speziellen Reifen auch noch spezielle Felgen, Felgenband und Ventile, die in der Regel das Etikett „tubeless ready“ tragen. Außerdem benötigst du noch Dichtmilch (am Rennrad ca. 30 Milliliter pro Reifen), die kleine Löcher abdichtet. Dadurch kannst du auf einen Schlauch verzichten. Der Vorteil von Tubeless-Systemen liegt im besseren Rollwiderstand gegenüber normalen Clinchern, einer generell niedrigeren Pannenanfälligkeit sowie der Möglichkeit, niedrigeren Luftdruck zu fahren. Negativ fällt hier vor allem ein höherer Montage- und Wartungsaufwand auf, denn die Dichtmilch muss alle paar Monate nachgefüllt werden.
  • Schlauchreifen: Schlauchreifen (auch Tubulars genannt) werden auf eine extra dafür ausgelegte Felge geklebt. Der Schlauch, der ihnen den Namen gibt, ist im Reifen eingenäht. Diese Art des Reifens ist nur noch in wenigen Nischen im Leistungssport zu Hause. Praktisch alle großen Reifen- und Felgenhersteller haben die weitere Entwicklung von Schlauchreifenprojekten eingestellt. Ihre Montage ist zu komplex und der allgemeine Wartungsaufwand einfach zu hoch. Dazu kommen weitere Nachteile im alltäglichen Rennradeinsatz: Im Rollwiderstand werden sie von Clinchern und Tubeless-Reifen überflügelt und ihre Aerodynamik lässt zu wünschen übrig. Du solltest sie nur in Erwägung ziehen, wenn du auf der Bahn oder beim Cyclocross wirklich das letzte Quäntchen Performance rausholen möchtest und die passenden Laufräder schon besitzt oder noch bekommen kannst.

Drahtreifen oder Faltreifen?

Diese Unterscheidung ist im Wesentlichen eine Preisfrage. Drahtreifen sind die günstigste Variante des Rennradreifens. Sie sind nach dem umlaufenden Drahtbündel im Reifenwulst (dem Teil des Reifens, der auf der Felge aufliegt) benannt. Drahtreifen gelten als unkompliziert und besonders robust, da sie so gut wie immer mit einfachen, aber sehr haltbaren Gummimischungen versehen werden. Faltreifen hingegen nutzen im Reifenwulst keinen Draht, sondern Kevlar (manchmal auch Aramid genannt). Dadurch sind sie flexibler und lassen sich, wie der Name verrät, falten. Die Unterschiede zu Drahtreifen liegen aber nicht nur in der einfacheren Lagerung. Generell kannst du davon ausgehen, dass Faltreifen höherwertigere Gummimischungen verwenden und bessere Performance (im Sinne von Rollwiderstand, Gewicht und Traktion) liefern.

Karkassenkonstruktion

Die Karkasse ist neben dem Reifenwulst und der Gummimischung ein weiterer zentraler Bestandteil jedes Rennradreifens. Die wichtigste Kenngröße ist hier tpi (threads per inch) – je mehr Fäden pro Zoll verwebt werden, desto dünner sind sie und desto geschmeidiger rollt der Reifen ab. Die Werte reichen von 60 tpi bei einfachen Trainingsreifen, bei denen es vor allem auf Haltbarkeit ankommt, bis hin zu 320 tpi bei sehr teuren Hochleistungsreifen.

Die Karkasse besteht in der Regel aus Kunstfasern, bei hochwertigen Reifen wird sie aus Baumwolle oder gar Seide gewebt.

Gummimischung und Lauffläche

Im Zusammenspiel mit der Karkasse entscheidet die Gummimischung des Reifens über Rollwiderstand, Gewicht und Traktion. Sie kann aus natürlichem Kautschuk oder synthetischen Gummimischungen bestehen. Zusätzlich zum Gummi ist bei so gut wie allen Rennradreifen noch ein Pannenschutz eingearbeitet, oft als Plastik- oder Kevlarschicht direkt unter der Lauffläche des Reifens. Lediglich die speziell ausgewiesenen Wettkampfreifen verzichten darauf. Sie sind deswegen leichter und rollen geschmeidiger ab, sind aber wegen ihrer deutlich erhöhten Pannenanfälligkeit kaum alltagstauglich. Das Profil hingegen ist im reinen Rennradeinsatz bestenfalls für Aerodynamik und Ästhetik von Bedeutung.

Welche Reifenbreite sollte ich fahren?

In den letzten Jahren hat eine Revolution im Rennradbereich stattgefunden. Früher galt ein bretthart aufgepumpter, möglichst schmaler Reifen (maximal 23 Millimeter) als das Maß der Dinge. Inzwischen ist erwiesen, dass breite Reifen am Rennrad nicht nur komfortabler, sondern auch schneller sind. Felgenbremsen nehmen höchstens 28 Millimeter breite Reifen auf, dank der fast flächendeckenden Verbreitung von Scheibenbremsen ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Trotzdem musst du darauf achten, welche Reifenbreite der Hersteller deines Rades als Maximum angibt. Selbst, wenn du Rennambitionen hast, solltest du nicht unter 28 Millimeter breite Reifen fahren. Falls du einfach nur Touren fahren möchtest, dann spricht nichts dagegen, das Maximum des Herstellers voll auszureizen. Jeder Millimeter Reifenbreite mehr bedeutet nämlich mehr Komfort und mehr Sicherheit! Eventuell kannst du sogar Rennradreifen mit Profil installieren (ab 30 Millimeter verfügbar) und so dein Rennrad noch vielseitiger machen?

Rennradreifen – bester Kontakt zur Straße

Der passende Reifen und korrekt gewählter Luftdruck (schau hier in unserem Reifendruck-Guide für erste Anhaltspunkte) lassen dein Fahrrad wie auf kleinen Wolken fahren. Schau dich in unserer riesigen Auswahl um und überzeuge dich selbst!

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