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bikepacking setup tipps

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So passt alles – ein Beispiel-Setup für Bikepacking-Taschen

Auch ohne Gepäckträger kann dein Rad ein echter Lastenesel sein

Es gibt wahrscheinlich ebenso viele gute Bikepacking-Setups wie es Routen gibt. Und herauszufinden, was das geeignete Setup für dich persönlich ist, um ein paar Tage mit dem Rad auf Wegen und Abwegen unterwegs zu sein, gehört ebenso zur Faszination Bikepacking wie die Abenteuer unterwegs. Bei jedem Trip lernst du außerdem unweigerlich etwas dazu über Equipment, was du schmerzlich vermisst oder unnötig Höhenmeter hochgeschleppt hast, oder auch, wie die Mitreisenden vielleicht einfach etwas cleverer gepackt haben.

Bastian ist bei fahrrad.de verantwortlich dafür, dass Marketingthemen und Inhalte zueinander passen. Es schien nur passend, ihn nach seinem persönlichen Taschen-Setup fragen, wenn es im Shop um die richtige Bikepacking-Ausrüstung geht. Unser Kollege ist seit vielen Jahren vor allem leidenschaftlicher Mountainbiker, aber auch regelmäßig auf dem Gravelbike zu finden – für kurze schnelle Runden ebenso wie für längere Runden mit Gepäck und ein paar Freund*innen.

Apropos Mitreisende – ob du allein unterwegs bist oder dir zum Beispiel den Kocher, das Zelt und das Werkzeug aufteilen kannst, solltest du ebenso wenig aus dem Blick verlieren wie die Routenwahl oder Jahreszeit. Mein ganzes Setup für einen Mehrtageseinsatz kommt oft nur ein bis zweimal im Jahr mit einem bis drei guten Freunden zum Einsatz. Wir sind meist in der warmen Jahreszeit unterwegs und hauptsächlich auf eher geländelastigen Gravelstrecken. Für Übernachtungen wählen wir eher Hütten auf der Strecke und haben ein großes Tarp als Notnagel dabei – auf ein Zelt verzichte ich, ebenso auf große Mengen Instant-Essen oder aufwendiges Kochgeschirr. Der selbstgekochte Kaffee morgens vor dem Aufbruch muss sein, aber darüber hinaus gehört der Besuch beim Bäcker am Wegesrand oder die Einkehr später am Tag für eine warme Mahlzeit dazu. Es ist schließlich Urlaub und spart ordentlich Gepäck zugunsten anspruchsvollerer Strecken oder einfach Fahrspaß.

Wer es ähnlich halten möchte, der findet im Setup unten hoffentlich ein paar praktische Empfehlungen zu Taschen und Gepäckaufteilung. Aber auch, wer alleine und unabhängiger von der Zivilisation unterwegs sein möchte, kann sich die eine oder andere Anregung holen.

Die Vorbautasche – immer am Rad

Ob Feierabendrunde oder Bikepacking-Trip: Den kleinen Beutel kann man eigentlich immer am Rad haben. Ich nutze den Mountain Feedbag von Revelate und liebe ihn schon deshalb, weil man ihn nicht nur einhändig öffnen, sondern auch wieder schließen kann. Dort sind das Handy für Fotos, Energieriegel, Sonnenbrille oder ein Schlauchtuch jederzeit griffbereit.

Alternativ zum Beutel, der zwischen Vorbau und Lenker festgezurrt wird, gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an kleinen Taschen, die auf dem Oberrohr hinter dem Vorbau sitzen.

Vorbautasche eines Bikepacking-Setups
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Die Rahmentasche – Energiereserven & Co.

In die Rahmentasche kommt beim Bikepacking-Trip vor allem Energie und Sperriges. Die Powerbank für Navi und Telefon, der Kocher für den Kaffee und die Kaffeetasse, die Beute vom Bäckerbesuch für unterwegs, Notfallsnacks fürs Nachtlager und natürlich Zahnbürste, Sonnencreme und Co.

Meine mittlere Rahmentasche von Oveja Negra fasst etwa vier Liter und ist 100 % wasserdicht. Diese sogenannte Wedge-Form der halben Rahmentasche erlaubt mir, komfortabel eine große Trinkflasche am Sitzrohr zu nutzen. Andere sogenannte „Half-Framebags“ gehen über die gesamte Oberrohrlänge und lassen (zumindest an größeren Rahmen) Platz für beide Trinkflaschen, für kleinere Rahmen nur am Unterrohr. Die zweite Form ist wesentlich verbreiteter, aber ich liebe die Passform meiner Tasche für meinen eher kompakten Gravelbike-Rahmen.

Hier kommst du zu unserer Auswahl an Rahmentaschen fürs Bikepacking.

Rahmentasche eines Bikepacking Setups
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Die Satteltasche – für Leichtes, aber Großes

Mein erstes Stück Bikepacking-Equipment war die große Revelate Viscacha Satteltasche. Die im Volksmund gern „Arschrakete“ genannten großen Satteltaschen sind echte Allrounder und stehen fast sinnbildlich für Bikepacking-Taschen. Sie passen an nahezu jedes Rad, bieten üppiges Packvolumen und bremsen im Windschatten die flotte Fahrt fast überhaupt nicht. Ideal sind sie für eher voluminöse, aber leichte Dinge, die sich gut komprimieren lassen. Bei mir kommt – in der Reihenfolge – die Bekleidung für abends, der Schlafsack ohne Kompressionsbeutel und die Regenjacke rein. Das klingt auf den ersten Blick nach einer merkwürdigen Mischung, funktioniert aber sehr gut. Die Regenjacke bleibt so schnell erreichbar, wenn man sie braucht. Wenn sie nicht mehr gebraucht wird, bläst der Fahrtwind sie schnell auch wieder trocken genug, um sie zum Schlafsack zu stecken.

Satteltasche eines Bikepacking Setups

Auf diese Weise nutze ich das Volumen und auch die gute Komprimierbarkeit der Tasche gut aus, denn von 6 bis 14 Litern Packvolumen lässt sie sich mit nur zwei Handgriffen stufenlos bombenfest zurren.

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Packtaschen an der Gabel – tiefes Gewicht und gute Sicht

Ich habe die Wahl beim Setup, denn meine Gabel bietet die Möglichkeiten, mit einem großen „Lasten-Flaschenhalter“ wie dem von Blackburn zwei Packsäcke seitlich und tief an der Gabel anzubringen. Ich habe vorher auf eine große Lenkertasche vor/unter dem Lenker gesetzt, aber mir gefällt das Setup mit den zwei tief angebrachten kleinen Packsäcken viel besser, denn ich habe so freie Sicht auf mein Vorderrad. Im Gelände fährt es sich so sehr viel angenehmer. Aerodynamisch ist dieses Setup nicht optimal, aber das Fahrverhalten ist sehr viel besser (vor allem bergab) und es ist obendrein leiser. Aber was kommt rein in die jeweils 3,5 Liter fassenden, wasserdichten Packsäcke mit Rollverschluss?

Gabeltaschen Bikepacking

In den einen Packsack passen aufblasbare Matratze , Tarp und ein paar Bekleidungsstücke, von denen man hofft, sie im Sommer nicht zu brauchen: eine kurze Regenhose und winddichte Handschuhe. Auf der anderen Seite findet der Rest der Wechselsachen und ein Merino-Pullover für abends gerade so eben Platz.

Werkzeug und Trinkflasche – wozu gibt es Flaschenhalter?

Viele Gravelbikes und weitere für Bikepacking optimierte Radmodelle bieten heute eine Vielzahl von Montagepunkten an Rahmen und Gabel. Die wollen auch genutzt werden. Ich habe drei Flaschenhalter-Positionen am Rahmen. Die klassische Unterrohr-Position wird verdeckt von meiner Rahmentasche. Deshalb kommt die Trinkflasche ans Sitzrohr. Ich nutze unterwegs auch eine Trinkblase im Hip Bag, aber finde es wichtig, eine Trinkflasche mit Wasser zu haben. Manchmal kann man nicht genug trinken unterwegs und manchmal sind die schnell überall auffüllbaren 0,7 Liter genau richtig, um noch Wasser zum Zähneputzen und Kaffeekochen zu haben.

Die dritte Flaschenhalterposition unter dem Unterrohr ist für eine Trinkflasche wegen des Dreckbeschusses nicht ideal, aber für eine sogenannte Werkzeugflasche – eigentlich eine Dose mit den Maßen einer kleinen Flasche – ist die Position ideal. So hat man das Werkzeug kompakt und tief verstaut und griffbereit. Um es dauerhaft klapperfrei zu bekommen, braucht es aber etwas probieren und ein bisschen Schaumstoff-Schnitzerei.

Werkzeugflasche und Taschen eines Bikepacking Setups

Hip Bag als Trinkwasserversorgung

Eine Trinkflasche allein ist meist zu wenig für längere Touren auf unbekannten Strecken. Ich nutze deshalb zusätzlich eine Camelbak Hip Bag mit Trinkblase. Die bin ich vom Mountainbiken gewohnt und sie sitzt mit etwa einem Liter Wasser immer noch komfortabel. Darüber hinaus hat man noch etwas mehr zusätzliche Taschen, zum Beispiel für die Geldbörse direkt am Körper.

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Das hier vorgestellte Setup ist natürlich nur ein Beispiel. Was für bestimmte Touren, Fahrstile oder Fahrräder funktioniert, muss nicht für alle eine Option sein. Insbesondere bei kleineren Rahmengrößen brauchst du mitunter eine große Portion Kreativität, um alles Gepäck unterzubekommen. Aber das ist das Schöne am Bikepacking: Du kannst dir sicher sein, dass es für dich und jede deiner Touren die passende Lösung gibt.