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Finde die perfekte Fahrradroute: Die besten Routenplaner-Webseiten und Apps

Egal ob du eine Tagestour planst, einen Overnighter oder einen langen Bikepacking-Trip – das A und O ist eine gute Planung, um auf deiner Fahrradtour keine üblen Überraschungen zu erleben. Eigentlich sind Radtouren ja auch supersimpel und deswegen kreisen die meisten Fragezeichen eben um die existenziellen Themen: Strecke, Essen, Trinken, Schlafen. Wir zeigen dir die für uns besten und wichtigsten Tools, die dir dabei helfen, diese vier Basics optimal zu planen.

Streckenplanung

komoot

komoot lässt sich fast schon als Klassiker der Routenplanung bezeichnen. Wir haben dir die Software hier schon einmal genauer vorgestellt. Es stellt für uns immer die erste Anlaufstelle bei der Streckenplanung dar. Egal, ob kurze Feierabendrunde oder Mehrtagestour, komoot lässt sich einfach und intuitiv bedienen, bietet verschiedene Fahrradprofile und integriert sogar ein eigenes Navigationssystem. komoot greift dabei auf die Daten von Openstreetmap zurück. Bei einem einmaligen Preis von nur rund 30 Euro für die Freischaltung aller Karten weltweit gibt es kaum etwas auszusetzen. Besonders die erstellten Highlights der Nutzer*innen machen die Software so wertvoll. komoot ist kompatibel mit fast allen Fahrrad-Navigations-Geräten und lässt sich als App und auch über die Webseite nutzen.

Fahrrad hängt im Baum
Bei komoot lassen sich nicht nur besonders schöne Streckenabschnitte, sondern auch besonders verrückte Highlights finden

Strava

Strava wird zwar immer als „Facebook für Ausdauersport“ bezeichnet, aber es bietet viel mehr Möglichkeiten als nur den Vergleich von Bestzeiten, das Sammeln von Kilometern und den Austausch mit anderen. Wenn du 60 Euro im Jahr für die Mitgliedschaft bezahlst, kannst du mit der Heatmap ein bestimmtes Gebiet heraussuchen und erforschen, welche Strecken am beliebtesten sind. Das kann auf verschiedene Weise nützlich sein, etwa bei der Suche nach dem besten Weg aus einer Großstadt heraus, oder bei der Suche nach den besten Pendelstrecken. Nicht nur zum Feintuning von Touren eignet sich der Strava Routenplaner, er kann auch recht zuverlässig unterscheiden, ob du eine Strecke mit dem Rennrad befahren kannst. Auch Strava gibt es als App- und Browserversion, wobei sich nur auf der Webseite selbst alle Funktionen nutzen lassen.

BRouter

BRouter ist ein Open-Source-Projekt und nutzt auch die Kartendaten von Openstreetmap . Auch dort lassen sich durch einfaches Zusammenklicken von einzelnen Punkten auf der Karte Strecken erstellen. Im Vergleich zu vielen anderen Routenplanungs-Tools kannst du bei BRouter viele verschiedene Parameter (zum Beispiel Untergründe, wie stark die Straßen befahren sein dürfen und ob der Aufstieg eine Rolle spielen soll) selbst einstellen. Außerdem gibt es eine sehr große Auswahl verschiedener Profile wie Liegerad, Trekkingbike oder Rennradrouten mit wenig Verkehr). BRouter lässt sich ausschließlich als Website nutzen. Die fertigen Strecken können als GPX-Datei heruntergeladen und im nächsten Schritt auf ein Fahrradnavigationsgerät gespielt werden.

CXBerlin: Gravel-Routenplaner

Mit dem Gravelbike über einsame Pfade, breite Schotterstraßen und Waldautobahnen zu fegen macht unendlich viel Spaß und gibt uns ein Gefühl von Freiheit. Aber sehr oft ist es gar nicht so leicht schöne Gravel-Strecken zu finden. Die CXBerlin-Crew ist eine Gruppe ausgewiesener Liebhaber*innen vom Geländefahren in unterschiedlichsten Ausprägungen. Sei es Cyclocross, Tracklocross oder eben Gravelbiken. Sie nutzen das bereits oben erwähnte Tool BRouter als Grundlage und machen daraus ihren ganz eigenen CXB-Routenplaner . Dieser ist darauf getrimmt, die besten Gravelwege und -touren zu erstellen. Das Beste ist, dass der Planer absolut kostenfrei und supereinfach zu bedienen ist. Sehr gut geeignet ist der Gravel-Routenplaner auch für mehrtägige Bikepacking-Touren. Die Funktionsweise ist genau die gleiche wie bei BRouter.

Radfahrer auf einem Feldweg
Mit dem Gravel-Routenplaner des CXBerlin-Kollektivs findest du garantiert ein paar richtig geniale Schotterpisten

Verpflegung

Google Maps

Sicher ist es kein Geheimtipp, Google Maps bei seinen Touren und der Planung zu benutzen. Es ist vermutlich sogar die am meisten genutzte Anlaufstelle für die Übersicht der Versorgungslage. Nicht nur als Übersicht kannst du die App nutzen, sondern auch, um speziell nach Tankstellen, Restaurants und Einkaufsläden zu suchen. Du kannst den Ort dann auch speichern, um ihn einfach wiederzufinden. Besonders praktisch ist, dass die Öffnungszeiten immer mit angezeigt werden. Google Maps ist als App sowie unter der Domain maps.google.com verfügbar.

Trinkwasser-Unterwegs

Das Wichtigste für uns Radfahrer auf langen Touren ist die Versorgung mit Flüssigkeit. Besonders praktisch sind Quellen und Brunnen, bei denen wir unsere Flaschen einfach drunter halten können. Aber Vorsicht: Nicht jeder Quelle oder jeder Brunnen gibt auch brauchbares Wasser von sich. Die Seite Trinkwasser-Unterwegs gibt eine Übersicht über alle öffentlich zugänglichen Trinkwasserquellen, aber auch über Zapfanlagen in Gebäuden und Einrichtungen. In den meisten Fällen handelt es sich um Brunnen, die dich zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Trinkwasser versorgen. Du kannst für deine Suche die Website oder die App nutzen.

Refill

Bei den Teilnehmern von Refill kannst du dir deine Trinkflaschen ganz schnell und unkompliziert wieder füllen lassen. Nur handelt es sich hier bei den Auffüllstationen nicht um Brunnen, sondern um Unternehmen, Behörden oder Initiativen. Das kann der Bioladen, der Bauernhof oder die Bahnhofsmission sein. Du solltest bei der Auswahl deswegen unbedingt auf die jeweiligen Öffnungszeiten achten. Hierzu brauchst du nur auf die Website von Refill gehen, um teilnehmende Einrichtungen zu finden.

Refill Aufkleber zeigt Trinkwasserstellen für Radfahrer
So ein kleiner Aufkleber an der Ladentür verrät: Hier kannst du einfach Wasser nachtanken

Drinking Water

Auch bei Drinking Water kannst du nach Trinkwasserquellen suchen. Besonders praktisch ist, dass du eine Suchfunktion hast, mit der du gezielt nach Adressen suchen kannst. Auch hier handelt es sich in den meisten Fällen um Brunnen, es werden aber auch öffentliche Toiletten und nicht genauer definierte Orte angezeigt. Drinking Water ist ausschließlich über die eigene Domain verfügbar.

Schlafen

Radfahrer macht Pause auf einem Picknicktisch
Kurz mal ausruhen geht so sicher ganz gut, für eine erholsame Nacht reicht dieses Setup definitiv nicht. Gut, dass dich einige Seiten bei der Suche nach einer guten Unterkunft unterstützen.

1Nite Tent

Nicht nur ein richtig cooles Konzept, sondern auch noch einen richtig witzigen Namen hat die Seite 1nitetent zu bieten. Mit der Anspielung auf den One-Night-Stand mit der Verbindung zum Zelt wird eigentlich schon gesagt, worum es geht. Alle, die daheim Platz für ein Zelt haben, können sich bei 1Nite Tent eintragen und nach einer Anfrage diesen Platz für eine (oder mehrere Nächte) zur Verfügung stellen.

Wie es mit dem Zugang zu Strom und Wasser ist, beschreibt der oder die Gastgeber*in in einem kurzen Übersichtstext. Bei den Plätzen handelt sich um freie Wiesen, Gärten und Bauernhöfe und alles dazwischen. Auch bei 1Nite Tent musst du auf die Website zurückgreifen.

Couchsurfing

Couchsurfing ist eine der weltweit bekanntesten Seiten, wenn es um die Suche nach einem Schlafplatz geht. Ursprünglich ging es darum, einen Schlafplatz in seiner eigenen Wohnung kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist allerdings aus der vormals kostenfreien Seite ein Unternehmen geworden, welches bei der Nutzung einen monetären Beitrag verlangt. Trotzdem kannst du couchsurfing.com immer noch dazu nutzen, um einen sehr günstigen Schlafplatz bei Locals zu finden. Als App gibt es Couchsurfing für Android und iOS. Du kannst auch den Webauftritt von Couchsurfing nutzen.

Warmshowers

Die Seite warmshowers.org gilt sozusagen als das Couchsurfing für Radfahrer. Auch hier bieten verschiedene Menschen, in der Regel um Radfahrer*innen, ihre Unterkunft zur kostenfreien Übernachtung an. Das führt natürlich zu sehr viel weniger Verständigungsproblemen, zum Beispiel, wenn es darum geht, dass du ein Fahrrad mit in die Wohnung nehmen und es nicht draußen anschließen möchtest. Über 160.000 Mitglieder zählt die Seite weltweit, wodurch es in fast jeder Gegend eine Möglichkeit zur Übernachtung gibt. Natürlich ist es bei der Nutzung ebenso wie bei Couchsurfing immer gut, auch Lust auf ein wenig soziale Interaktion mitzubringen. Nutze die Internetseite von Warmshowers für deine Suche.

Outdoor-Karte: Schutzhüttenverzeichnis

Wer lieber im Wald schlafen möchte, der bekommt mit der Outdoor-Karte eine ziemlich genaue und gute Übersicht darüber, wo es Schutzhütten gibt. Zum Teil sind die Informationen sogar so gut, dass wir ein genaues Bild von der Schutzhütte bekommen. Leider sind aber auch einige Einträge in keiner Weise näher bestimmt, was dazu führen kann, dass sich die vermeintliche Schutzhütte als einfacher Unterstand oder Holzbank entpuppen kann. Da es aber in Deutschland ein großes Netz an Schutzhütten gibt, ist der Weg zur nächsten oftmals gar nicht so weit. Auch hier musst du über die Website gehen, um Schutzhütten zu finden.

Eine gute Planung von Radtouren ist die halbe Miete für ein gelungenes Abenteuer. Wenn wir uns an den Rechner setzen, um eine Mehrtagestour genau zu planen, dann geht nichts ohne komoot, Google Maps und das Schutzhüttenverzeichnis. Welche unserer Planungswerkzeuge für dich am besten funktionieren, musst du selber herausfinden. Wir wünschen dir viel Spaß dabei und versichern dir: Am Ende bleibt immer noch genug Luft für Spontanität und Freestyle.