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GoRolloe

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GoRolloe

Damit wird das Fahrrad doppelt nachhaltig

Nicht erst seitdem in vielen deutschen Städten Fahrverbote zur Verbesserung der Luftqualität erlassen werden, gilt das Fahrrad als wesentlicher Baustein für die Verkehrswende. Von allen Möglichkeiten, sich fortzubewegen, verursacht es pro zurückgelegten Kilometer am wenigsten CO2. Sogar wenn du zu Fuß gehst, ist deine CO2-Bilanz schlechter, wenn man die Kalorien, die du dabei verbrennst, und die Lebensmittel, die du dafür essen musst, mit einrechnet. Passiv trägt das Fahrrad also bereits eine ganze Menge zu einer besseren Luft bei. Aber was wäre, wenn du beim Fahrradfahren auch noch aktiv Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft holen würdest?

Diese Frage stellte sich auch Kristen Tapping, eine Produktdesignerin aus London. Beim Radfahren erfuhr sie am eigenen Leib, wie schlecht die Luft in ihrer Heimatstadt wirklich ist. Dadurch kam ihr die Idee, Luftfilter dort zu installieren, wo die Verschmutzung entsteht: mitten auf der Straße. Ihr fiel die Ähnlichkeit von rotierenden Rädern mit dem Prinzip von Luftfiltern ins Auge und so war die Idee für GoRolloe geboren.

Was ist GoRolloe?

GoRolloe ist ein Vorderrad für dein Fahrrad mit eingebauten Luftfiltern, die während der Fahrt Feinstaub und schädliche Gase wie Ozon oder Stickoxide aus der Luft holen. Es braucht keinen Strom, sondern funktioniert nur durch die Drehbewegung des Rades. Durch geschickt angeordnete Flügel wird Luft durch die Öffnung in der Mitte angesaugt, durch die Filter geleitet und gesäubert wieder ausgestoßen.

Von Altpapier und Räucherstäbchen zum Windkanal

Kristen Tapping war so überzeugt von ihrer Idee, dass sie die ersten (noch nicht fahrbaren) Prototypen zuhause aus Pappkarton und alten Fahrradteilen zusammenbastelte. Den Luftstrom überprüfte sie mit einem Räucherstäbchen und einem Ventilator. Inzwischen hat GoRolloe einiges an Aufsehen verursacht und nicht zuletzt dank des recht großen Medieninteresses wird die nächste Runde Prototypen aus dem 3D-Drucker und nicht aus der Papiertonne kommen. Zusätzlich kann die noch junge Firma auf Unterstützung aus diversen Forschungseinrichtungen zählen, sodass zum Beispiel Luftströme nicht mehr mit einem Räucherstäbchen, sondern im Windkanal analysiert werden können.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Das Vorderrad von GoRolloe hat deswegen ein riesiges Potential, weil es eine praktische Art ist, für saubere Luft zu sorgen, die genau dort greift, wo sich verschmutzte Luft am stärksten bemerkbar macht. Dabei besticht es durch seine Einfachheit. Es braucht keinen zusätzlichen Platz – bisher verschlingen Luftfilter für Straßenluft eine Menge Platz auf Gehwegen und müssen mit schwerstem Gerät installiert werden. Außerdem benötigen auch sie nicht wenig Ressourcen in der Herstellung und im Transport.

GoRolloe hingegen braucht keinen Strom, macht keinen Lärm und kostet die Leute, die es benutzen, weder Zeit noch Geld. Idealerweise sieht die Erfinderin ihr Produkt an Mietradflotten, die sich zum Beispiel in London schon enormer Beliebtheit erfreuen. So können auf einen Schlag Tausende von Filtern im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden, ohne einen einzigen Bagger ausrücken zu lassen.

So geht es weiter

GoRolloe führt im Moment Gespräche mit Stadtverwaltungen und Anbietern von Mieträdern. Wenn sich das Produkt in größerem Maßstab bewährt hat, wird es auch für Privatpersonen erhältlich sein. Bis dahin dauert es allerdings noch etwas. Der nächste Prototyp soll im Herbst 2021 fertig sein, der Beginn der Serienfertigung ist auf Anfang 2022 angelegt, wonach dann ab Mai 2022 die ersten Flotten mit dem GoRolloe ausgerüstet werden könnten.

Eine große, offene Frage ist noch, welche Filter zum Einsatz kommen werden. In einem Produkt, das unsere Städte sauberer machen soll, müssen natürlich nachhaltige Filter zum Einsatz kommen. Die zu finden, gestaltete sich gar nicht so einfach, denn viele handelsübliche Filter sind nicht wiederverwendbar. Nach langer Suche hat Kristen endlich Filter gefunden, die entweder biologisch abbaubar oder beliebig oft wiederverwendbar sind.

Machen wir uns nichts vor: Es wäre natürlich schöner, wenn die Luft in unseren Städten gar nicht erst verschmutzt werden würde. Wir sollten uns aber eingestehen, dass noch auf absehbare Zeit Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren unterwegs sein werden. GoRolloe kann helfen, deren schädlichen Einfluss auf die Luftqualität abzumildern – und das ganz ohne Krach und Platzverbrauch.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Das Vorderrad von GoRolloe hat deswegen ein riesiges Potential, weil es eine praktische Art ist, für saubere Luft zu sorgen, die genau dort greift, wo sich verschmutzte Luft am stärksten bemerkbar macht. Dabei besticht es durch seine Einfachheit. Es braucht keinen zusätzlichen Platz – bisher verschlingen Luftfilter für Straßenluft eine Menge Platz auf Gehwegen und müssen mit schwerstem Gerät installiert werden. Außerdem benötigen auch sie nicht wenig Ressourcen in der Herstellung und im Transport.

GoRolloe hingegen braucht keinen Strom, macht keinen Lärm und kostet die Leute, die es benutzen, weder Zeit noch Geld. Idealerweise sieht die Erfinderin ihr Produkt an Mietradflotten, die sich zum Beispiel in London schon enormer Beliebtheit erfreuen. So können auf einen Schlag Tausende von Filtern im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden, ohne einen einzigen Bagger ausrücken zu lassen.