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Dein Wunschrad
mitten im Fahrrad-Boom

Vielleicht hast du es dieses Jahr schon erlebt: Du hast dein Traumrad auf Bikester gesehen, wolltest noch mal über die Kaufentscheidung schlafen und am nächsten Tag war es weg. Oder du hast dich in ein Bike verguckt, es war aber nicht mehr in deiner Größe erhältlich. Warum kann das Rad nicht einfach schnell nachbestellt werden, wann kommt es wieder in den Shop? Das sind die häufigsten Fragen, die Kund*innen an unseren Service stellen, wenn es um die Verfügbarkeit von Bikes geht.

So entsteht ein Fahrrad-Boom

Als im Frühjahr 2020 das Wetter besser wurde und sich herauskristallisierte, dass wegen der Corona-Pandemie Reisen ins Ausland nicht ratsam seien, beschlossen immer mehr Menschen, mit dem Fahrrad die nähere Umgebung zu erkunden. Auch zum Pendeln wurde das Rad immer beliebter, bot es doch die Möglichkeit, der Enge in Bus und Bahn zu entkommen und stattdessen draußen an der frischen Luft zu sein.

Das löste eine immense Nachfrage nach neuen Fahrrädern aus, die die Radbranche in diesem Ausmaß nicht kommen sehen konnte. Vom E- bis zum Gravelbike war alles gefragt. Auch Verschleißteile wie Ketten oder Reifen, um das alte Rad wieder fahrbereit zu machen, waren begehrt. Die Fahrradindustrie profitierte zunächst von dem Boom. 2020 gab es in Deutschland laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ein Umsatzplus von 60,9 Prozent. 5,04 Millionen Fahrräder und E-Bikes wurden verkauft, das waren 16,9 Prozent mehr als 2019 – und der Boom setzt sich 2021 fort.

Schon im Sommer 2020 herrschte in den Lagern vieler Radhändler gähnende Leere und diese füllen sich nun nur langsam wieder. Wer aktuell ein neues Fahrrad kaufen möchte, muss bei vielen Händlern sehr lange auf sein Wunschrad warten.

Ausreichend Nachschub wurde vielerorts nicht rechtzeitig geordert, und jetzt ist es dafür zu spät. „War es in ‘normalen’ Zeiten möglich, Bestellungen bei Zulieferern nur sechs Monate im Voraus aufzugeben, muss seit dem Frühjahr 2020 mit bis zu zwei Jahren Vorlauf gerechnet werden“, sagt Michael Benner, Einkaufsleiter bei Bikester.

Der Fahrradhandel ist ein globales Geschäft. Die einzelnen Teile kommen aus unterschiedlichen Ländern, die alle mehr oder weniger stark von der Pandemie betroffen sind. Die große Nachfrage nach Fahrrädern und Zubehör lässt sich zudem weltweit beobachten. Mittlerweile lässt sich absehen, dass der Fahrrad-Boom auch dieses Jahr überall anhalten wird.

Die Situation in unserem Shop

Auch bei Bikester gab es vorübergehend vereinzelte Lieferengpässe. Dazu trug beispielsweise die Verknappung von Teilen wie Federgabeln oder Reifen bei Zulieferern aufgrund der großen Nachfrage bei. Zusätzlich litt das Angebot unter Verzögerungen wegen beschränkter Transportmöglichkeiten aufgrund fehlender verfügbarer Container. Diese Probleme trafen alle Händler gleichermaßen.

Dennoch findet sich seit Herbst letzten Jahres erfreulich viel Nachschub an neuen Rädern in unserem Onlineshop. Woran liegt das?

Die Gründe sind vielfältig. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir im Vergleich zu vielen anderen Händlern risikofreudig eingekauft haben und breiter aufgestellt sind. Darüber hinaus kommt uns unser sehr zuverlässiges Lieferanten- und Partnernetzwerk zu Gute.

Bereits im April 2020 haben wir die Zeichen der Zeit erkannt und unsere Bestellungen aufgestockt. Damals herrschte noch eine große Verunsicherung. Angesichts der Frage, ob Radläden offenbleiben würden und wie sich das Kaufverhalten entwickeln würde, stornierten viele andere Händler ihre Bestellungen für den Herbst zunächst bzw. bestellten zu zurückhaltend.

Bei Bikester stützen wir uns auf datengetriebene Analysen, die viele Trends, wie beispielweise den Gravelbike-Boom, schon viel früher voraussagen können. So beginnen wir immer rechtzeitig, die Bestände aufzustocken und auf diese Entwicklungen zu reagieren. Natürlich gehört auch eine gewisse Risikobereitschaft dazu, diesen Trends zu vertrauen. Da sich die große Nachfrage nach Fahrrädern im Allgemeinen und ein großes Wachstum des Marktes bereits seit Jahren abzeichnen – dies ist auch dem Aufstieg des E-Bikes zu verdanken – wurde bei uns entsprechend zuversichtlich eingekauft, um weiter volle Lager zu haben und die Nachfrage unserer Kund*Innen bedienen zu können.

Allerdings bekamen auch wir aus oben genannten Gründen die Lieferengpässe zu spüren: So erhalten wir aktuell weniger Räder als wir ursprünglich geplant haben. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Händlern, können wir damit sehr zufrieden sein, denn aufgrund unserer frühen Bestellung von großen Mengen bekommen wir trotzdem permanent zuverlässig Ware. Außerdem können wir ein breites Produktspektrum abdecken. Vom Kinderrad über den Tiefeinsteiger mit Elektroantrieb bis zum High-End-Rennrad bekommst du alles bei uns von unterschiedlichen Marken.

Bikester ist nicht zuletzt wegen der großen, stabilen Abnahmekapazitäten ein begehrter Partner für unsere Zulieferer und kann dementsprechend auch auf zuverlässige Geschäftsbeziehungen mit Firmen bauen.

Ein weiterer, nicht unerheblicher Pluspunkt ist unser Logistikzentrum in Niedersachsen, das bis zu 130 000 Räder bevorraten und verschicken kann. Alles, was du auf der Website bestellen kannst, ist tatsächlich auf Lager und kann innerhalb weniger Werktage zu dir nach Hause geliefert werden.

Die Fahrrad-Lieferkette:
Von der Modellentwicklung über die Bestellung und Montage in der Fabrik bis zur Auslieferung

Ein Fahrrad ist mehr als die Summe seiner Einzelteile – und dennoch können letztere bei der aktuellen Knappheit eine große Rolle spielen.

Eine Lücke in der Lieferkette, sei es eine fehlende Kurbel oder auch zu wenig Container für die Verschiffung, und das Rad wird gar nicht erst montiert bzw. kommt nicht bei den Fahrradhändlern an.

Am Ereignis des im Suezkanal havarierten Containerschiffs „Ever Given“, das sich im März 2021 zutrug, siehst du, wie fragil globale Lieferketten sein können. Das verkeilte Schiff blockierte auch die Durchfahrt für viele weitere Containerschiffe, von denen einige auch Kompletträder oder Fahrradteile befördern. Dadurch entstehen Lieferverzögerungen sowie großer wirtschaftlicher Schaden, denn der Kanal stellt den kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Asien und Europa dar.

Am Beispiel eines unserer hauseignen Topseller, dem Ortler Bozen Wave E-Bike mit Tiefeinstieg, siehst du, wie viele Schritte von der Idee bis zum ausgelieferten Komplettrad nötig sind.

Ganz am Anfang steht die Modellentwicklung. Von der Idee bis zum serienreifen Prototypen arbeitet ein Entwicklungsteam 12-18 Monate.

Ein Businessplan wird erstellt, Kosten werden kalkuliert und Gewinnziele festgelegt.

Als nächstes folgt die Vorbestellung. Im Normalfall dauert es ab hier mindestens weitere sechs Monate, bis die ersten Produkte in unserem Lager eintreffen. Aktuell sind es wegen der genannten Verzögerungen eher 24 Monate. Die etwaige Verschiffungszeit ist noch nicht einbegriffen.

Somit wären wir also bei rund zwei Jahren von der Modellentwicklung bis zur Auslieferung eines „normalen“ Fahrrads in „normalen“ Zeiten. Tatsächlich befinden wir uns bei unseren Eigenmarken schon in der Planung für 2022 und 2023. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die Entwicklung, Produktion und auch Planungsphase bei E-Bikes um weitere sechs bis zwölf Monate verlängern kann.

Was bedeutet das für unser Beispiel-Fahrrad, das Ortler Bozen Wave E-Bike? In aktuellen Zeiten müsste es theoretisch also bei einer kompletten Neuentwicklung des Rads bis zur Auslieferung an unsere Lager bis zu fünf Jahre dauern.

Da das Ortler Bozen Wave E-Bike aber ein Klassiker ist, an dem aktuell wenig geändert werden muss, entfällt die lange Entwicklungszeit. Das ist aber längst nicht bei allen Modellen so. Dennoch können wir aufgrund unserer Risikobereitschaft die Entwicklung und Bestellung parallel laufen lassen, sodass wir an den Lieferzeiten von maximal 24 Monaten im Extremfall festhalten können.

So kompakt ein Fahrrad auch aussieht, es besteht aus mehr als 2 000 Einzelteilen. In dieser Skizze siehst du nur die wichtigsten.

Nehmen wir Komponenten wie zum Beispiel Schaltgruppen. Unser Ortler Bozen ist mit einer Shimano-Deore-Kettenschaltung ausgestattet. Die Lieferschwierigkeiten bei Shimano waren tatsächlich ein großes Thema in der Fachpresse und betrafen viele Händler und Marken, denn fehlende Schaltkomponenten des unangefochtenen Marktführers führten dann ebenfalls zu Verzögerungen.

Da die Firmen, die unsere Räder produzieren, von der Produktentwicklung bis zur Lackierung meist alles unter einem Dach vereinen und basierend auf unserer frühen Bestellung schon die Komponenten rechtzeitig bezogen haben sollten, sollte es bei den Schaltgruppen hier keine Knappheit geben. Weitere kritische Teile, deren Fehlen oft bei anderen Firmen und Händlern zu Verzögerungen bei der Produktion von Kompletträdern führten, waren Sättel, Vorbauten, Gabeln oder Sattelstützen. Sobald nur ein Teil fehlt, verzögert sich alles. Auch diese Teile werden in einigen unserer Zulieferfirmen hergestellt, somit können auch hier Verzögerungsfaktoren verringert werden.

Bosch-Motoren für E-Bikes waren (und sind immer noch) heiß begehrt. Unser Ortler ist ebenfalls mit einem Bosch-Motor ausgestattet. Hier sind wir in der glücklichen Lage, dass wir das Rad in Europa anfertigen lassen. Dort gibt es extrem hohe Qualitätsstandards, eine bemerkenswerte Expertise im E-Bike-Sektor und damit verbunden auch einen bevorzugten Zugang zu den knappen Motoren.

Ist das Rad dann komplett und bereit für den Versand in unsere Logistik, drohen weitere Verzögerungsfaktoren. Es klingt banal, ist aber schon passiert: ein Mangel an Radkartons. Im Fall unseres Ortlers „made in Germany“ sind wir nicht von der Container-Knappheit betroffen, aber bei anderen Rädern oder Teilen war dies ein Problem. Wir können aber optimistisch sein, da sich die Lage im Sommer üblicherweise wieder entspannt.

Dein Wunschrad ist nicht lieferbar?

Schau noch mal genauer, wir können weiterhelfen. Für fast jedes ausverkaufte Rad bieten wir eine gleichwertige Alternative aus unserem großen Sortiment, eventuell von einer anderen Marke oder in einer anderen Farbe. Besonders bei unseren beliebten Eigenmarken findest du aus den zuvor genannten Gründen sehr viel Auswahl vorrätig – und dazu noch zu attraktiven Preisen. Wir haben Räder für jeden Einsatzzweck. Bestehst du auf ein bestimmtes Modell, ist es wahrscheinlicher, dass es bei uns schneller wieder erhältlich ist als anderswo, da wir früh und in großen Mengen bestellt haben. Schau einfach immer wieder mal auf unsere Seite oder abonniere unseren Newsletter, dann erfährst du zuerst von den frisch eingetroffenen Rädern.